Die Republik Österreich gedenkt am 5. Mai, dem Jahrestag der Befreiung des KZ Mauthausen, der Opfer des Nationalsozialismus. Der Verein kuland hat sich entschieden, das Erinnern an die Opfer "vor der eigenen Haustür", im Oberen Drautal, zu verorten. Das bedeutet zunachst, die Namen der Opfer zu eruieren, ihre Geschichte zu erforschen und ihre Verfolgung zu dokumentieren.

60 Jahre nach der Niederlage des NS wollen wir an die Opfer erinnern und damit an das Unrecht, das ihnen zugefügt worden ist. Auch in den Dörfern des Oberen Drautales. Sich dieser Tatsache zu stellen, sehen wir als  unsere Verantwortung.

Bisher konnten mehr als 30 Todesopfer eruiert werden, die aus dem Oberen Drautal stammten oder dort verfolgt wurden. Es waren Personen, die von Einheimischen aus politischen Gründen der Gestapo ausgeliefert wurden, die nicht (mehr) in der Wehrmacht dienen wollten, die Widerstand leisteten, die sich negativ über den Nationalsozialismus außerten oder gegen spezifische NS-Gesetze verstießen. Die größte Zahl der Opfer wurde ermordet, weil ihr Leben dem NS-Regime als "unwert" galt.

Im Gedachtnis sind diese Menschen bisher verborgen, ihr Leben und ihr Leid aus der Erinnerung verbannt. Bis heute gibt es vor Ort keine öffentlichen Zeichen, welche die Namen der Opfer und das Unrecht einschreiben: in die Erinnerung.

Wir sind weiterhin auf der Suche nach Dokumenten, Fotos, Informationen und anderem Material zu den Jahren 1934-1945 im Oberen Drautal. Falls Sie uns helfen können, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.